Handbuch
FluttBank: Funktionen und Bedienung
Diese Hilfe beschreibt die Funktionen der bereitgestellten FluttBank-Version. Einzelne Oberflächen und Möglichkeiten unterscheiden sich je nach Betriebssystem und Version; beachte daher auch die Versionshinweise beim Download.
Erste Schritte
- Installiere die passende Testversion für dein Betriebssystem. Vor der Installation vergleiche Plattform und Versionshinweise im Downloadbereich.
- Öffne FluttBank. Beim ersten Start erscheint ein Willkommensfenster mit einer Funktionsübersicht. Es lässt sich dauerhaft ausblenden und später über „Willkommensfenster“ erneut öffnen.
- Desktop: Richte unter Einstellungen → Bankverbindungen den FinTS-Zugang ein und starte den Abruf. iPhone/iPad: Importiere die exportierte Datenbank aus einer Desktop-Installation oder nutze den manuellen Serverabgleich.
- Öffne „Hilfe → Funktionen der App → Erste Schritte“ für die in der App integrierte Kurzanleitung. Ticketfeedback zu einer Testversion kannst du hier im Portal melden.
Plattformen und Funktionsumfang
FluttBank hat vorbereitete Ziele für macOS, Linux, Windows, iOS, Web und Android. Vorbereitete Plattformdateien bedeuten nicht, dass auf allen Geräten dieselben Funktionen verfügbar sind. Der Bankabruf benötigt einen Python-/FinTS-Sidecar und ist daher eine Desktop-Funktion. Die iOS-App ist eine Begleit-App für vorhandene Daten; Android-Builds werden im Projekt derzeit unter Windows erstellt.
Die heruntergeladene Versionsbeschreibung und die App-Version im Dialog „Über FluttBank“ zeigen, welche Ausgabe du verwendest. Der integrierte Changelog führt nutzerrelevante Änderungen nach Releaseversion auf und funktioniert offline.
Bankverbindungen und Umsatzabruf (Desktop)
Lege unter Einstellungen → Bankverbindungen eine Verbindung an. Suche die Bank über Name, Ort oder Bankleitzahl oder trage Bankleitzahl, FinTS-URL und Benutzername/Legitimations-ID manuell ein. Die FinTS-URL ist nicht die normale Online-Banking-Webadresse. Eine Bezeichnung, Produkt-ID und der Umsatzzeitraum können konfiguriert werden.
Wähle „Aktualisierung“ oder das Synchronisieren-Symbol. Bei mehreren Verbindungen wählst du zuerst eine Bank. Die PIN wird erst im Abrufdialog abgefragt und nicht dauerhaft gespeichert. Folge den TAN- oder Freigabeanweisungen deiner Bank. Der Zugang muss für FinTS freigeschaltet sein.
Nach erfolgreichem Abruf werden Konten und Umsätze lokal gespeichert. Erkannte wiederkehrende Buchungen werden als Vorschläge zur Prüfung angeboten. Bei Problemen prüfe unter Einstellungen → Abhängigkeiten, ob Python und das FinTS-Paket verfügbar sind; die App kann dafür eine isolierte virtuelle Umgebung einrichten.
Übersicht, Konten und Umsätze
Die Startseite zeigt Vermögenskonten und Verbindlichkeiten getrennt, ihre Summen, das Nettovermögen und Zahlungskontensalden. Ein Klick auf ein Konto öffnet die Saldenliste mit gespeichertem Kontostand und Umsätzen. Kontobezeichnungen lassen sich dort bearbeiten.
Die Prognose „Prognostizierter Kontostand“ berücksichtigt gespeicherte Regelbuchungen für die kommenden zwölf Monate. Wähle einen Stichtag von 1 bis 31; „Ultimo“ meint den letzten Kalendertag. Geschätzte Beträge werden mit „≈“ markiert. Regelbuchungen in einer anderen Währung werden nicht eingerechnet und mit „*“ angezeigt. Ein Klick auf einen Monatsstand zeigt die zugrunde liegenden Buchungen und den errechneten Monatsabschluss.
Die Saldenliste kann nach Suchbegriffen und Zeitraum gefiltert werden. Öffne einen Umsatz, um ihn als Regelbuchung zu bearbeiten oder ähnliche Buchungen analysieren zu lassen. Mit dem Sachkonto-Symbol kann der Umsatz einem Haushaltskonto zugeordnet werden. Prüfe Vorschläge, bevor du sie speicherst.
Haushaltskonten und Zuordnung
Unter „Haushaltskonten“ ordnest du Einnahmen und Ausgaben in einem frei bearbeitbaren Baum, zum Beispiel „Ausgaben → Wohnen → Miete“. Kontoarten und Kontonummernkenntnisse sind dafür nicht erforderlich. Erstelle Konten und Unterkonten, benenne sie um oder verschiebe sie innerhalb einer zulässigen Kontenart. Kreise und Selbstzuordnungen werden verhindert.
Der Baum zeigt Anzahl, Gutschriften, Belastungen und Saldo gespeicherter Buchungen. Oberkonten fassen Unterkonten ohne Doppelzählung zusammen; Währungen bleiben getrennt. Das Belegsymbol zeigt zugehörige Umsätze. Einzelne oder mehrere Buchungen lassen sich einer anderen Kategorie zuordnen oder als „Nicht zugeordnet“ markieren. Beträge werden dabei nicht verändert.
Filter „Alle“, „Monat“, „Jahr“ und freie Datumsbereiche begrenzen die Auswertung. Kategorien und Buchungen lassen sich nach Namen, Kontenpfad und Umsatzdetails durchsuchen. Kategorien mit Unterkonten, Buchungen oder Regeln lassen sich nicht löschen. Alte Kontenpläne sind schreibgeschützt als Altbestand verfügbar und lassen sich weiterhin in Berichten auswerten.
Automatische Regeln können bei der Zuordnung optional angelegt werden. Sie verwenden Suchbegriffe in Gegenpartei, Verwendungszweck oder Buchungstext und können passende bestehende sowie künftige Umsätze zuordnen. Nutze eindeutige Begriffe und prüfe die Ergebnisse.
Regelbuchungen und Prognosen
Unter „Regelbuchungen“ verwaltest du regelmäßige oder einmalige Einnahmen und Ausgaben. Beim manuellen Anlegen kannst du Gegenpartei, Verwendungszweck, Betrag oder geschätzten Betrag, Bezeichnung, Intervall, nächste Fälligkeit und optional ein Enddatum oder eine Wiederholungszahl festlegen. Manuelle Regelbuchungen fließen in Prognosen ein, werden aber nicht automatisch mit Bankumsätzen abgeglichen.
„Geschätzter Betrag“ dient als Planwert für variable Zahlungen und wird in Prognose und Summen als Schätzwert markiert. Der Abgleich mit einem tatsächlichen Umsatz verwendet nicht den Betrag als Kriterium. Vorgeschlagene Buchungen müssen geprüft und bestätigt werden.
Ein Filter zeigt noch offene Buchungen bis zum gewählten Prognose-Stichtag, einschließlich überfälliger Einträge. Du kannst nach Bezeichnung, Gegenpartei und Verwendungszweck suchen, nach Konto filtern und nach Name oder Fälligkeit sortieren.
Berichte, PDF und Excel
Die Sachkontenauswertung zeigt für einen wählbaren Zeitraum Anzahl, Gutschriften, Belastungen und Saldo je Sachkonto, samt aufklappbaren Einzelbuchungen. Sie unterstützt „Mein Haushalt“, Altbestand oder beides. Nicht zugeordnete Buchungen werden separat dargestellt; unterschiedliche Währungen werden nicht vermischt. Der Bericht kann als PDF gespeichert oder über den Systemdruckdialog gedruckt werden.
Der Bericht ist eine Auswertung von Zahlungsbewegungen, keine Bilanz und keine steuerliche Gewinnermittlung. Netto-Summen berücksichtigen Rückzahlungen bzw. Erstattungen. Vermögens-, Verbindlichkeits- und Eigenkapitalkonten sowie nicht zugeordnete Buchungen zählen nicht zu den Einnahmen-/Ausgabensummen.
Der Excel-Bericht „Regelbuchungsprognose“ erstellt eine Monatsübersicht für zwölf Monate oder ein Kalenderjahr. Je gewähltem Bankkonto gibt es ein Tabellenblatt; Währungen bleiben getrennt. Trage im ersten Monat den Anfangskontostand ein, damit Monatsendsalden berechnet werden. Geschätzte Beträge sind gekennzeichnet und in Summen eingerechnet. Der Berichtsstichtag ist separat von der Startseiten-Prognose einstellbar.
Datenbank, Export und Serverabgleich
Im lokalen Modus liegen die Daten auf dem jeweiligen Gerät. Unter Einstellungen → Datenbank & Daten kannst du den Speicherort wechseln, eine SQLite-Datenbank exportieren oder importieren und alle gespeicherten Bankdaten löschen. Ein Import ersetzt die bestehende Datenbank vollständig; exportiere vorher eine Sicherung, wenn du sie behalten möchtest.
Ein optionaler FluttBank-Server kann als zentrale Ablage zum manuellen Hochladen und Herunterladen verwendet werden. Die Desktop-App arbeitet weiterhin mit ihrer lokalen Datenbank. Der Serverabgleich ersetzt die gesamte Datenbank und führt keine Änderungen zusammen. Auf iOS muss der Abgleich manuell erfolgen; beim Schließen wird nicht automatisch hochgeladen. Vor echter Finanzdatennutzung muss die Verbindung angemessen abgesichert werden.
PDF-, Excel- und Datenbankdateien werden lokal erstellt bzw. über den Dateidialog gespeichert. Automatische Backups des Servers sind nicht zugesichert; sichere Daten zusätzlich an einem geschützten Ort.
Einstellungen, Hilfe und Changelog
Unter „Abhängigkeiten“ prüfst du den Python-Befehl und die FinTS-Installation. Die App kann eine isolierte virtuelle Umgebung einrichten und darin FinTS installieren, ohne die globale Python-Installation zu verändern. Unter „Sidecar- & Bankenliste-Einstellungen“ können Pfade zum Sidecar, zur Bankenliste und zur Produkt-ID-Datei angepasst werden.
„Hilfe → Funktionen der App“ enthält die in die App integrierte Anleitung. „Über FluttBank“ zeigt Name und Version; Impressum und Datenschutzhinweise finden sich im Hilfe- und Über-Bereich. Über den Changelog kannst du die nutzerrelevanten Änderungen je Version offline nachlesen.
Bekannte Grenzen und sichere Tests
- Überweisungen sind deaktiviert. Es werden keine neuen Bankaufträge gesendet. Nutze für Überweisungen das Online-Banking deiner Bank. Prüfe ungeklärte Altaufträge direkt bei der Bank.
- Die Haushaltskonten unterstützen private Einnahmen-/Ausgabenübersichten, sind aber keine vollständige doppelte oder GoBD-konforme Buchführung.
- iOS kann keine Bankabrufe oder Python-Einrichtung durchführen. Nutze dort exportierte/importierte Daten oder den manuellen Serverabgleich.
- Bei Tests keine PINs, TANs, Passwörter oder echten vertraulichen Finanzdaten in Portal-Tickets, Screenshots oder Testdateien teilen.
- Ein Serverabgleich kann lokale Daten ersetzen. Erstelle einen Export und vergewissere dich, welche Datenversion gültig ist, bevor du ihn ausführst.